XX.03.2019 - XX.05.2019: "Der dritte Raum": Kunstaustellung mit Edin Bajric in der Privatkapelle

2019 gibt es sechs Monate lang Kunst in der Privatkapelle zu sehen: Drei Künstler stellen nacheinander eine Auswahl ihrer Werke in der Privatkapelle im Turm der Sigwardskirche aus. Möglich wurde diese Aktion durch die Hanns-Lilje-Stiftung. Es startet: Edin Bajrić.

EdinBajricAufgewachsen in einem kleinen Ort im damaligen Jugoslawien, floh Edin Bajrić nach Beginn des sogenannten Bosnienkrieges als Kriegsflüchtling mit seinen Eltern und seinen beiden Geschwistern in eine „vorläufige, allzeit gefährdete Sicherheit“ nach Deutschland: Dreizehn Jahre lang kämpfte die Familie in Hannover um ein permanentes Bleiberecht. Dieser „zermürbende Kampf“, dokumentiert in dem 2008 entstandenen Videofilm Passport, „mit wechselnden Pässen und immer neuen Stempeln für kurzfristige Aufenthaltsgenehmigungen“, rettete der Familie „am Ende mit großer Wahrscheinlichkeit das Leben.“

Edin Bajrić legte in Hannover sein Abitur ab und begann 2002 sein Studium der Bildenden Kunst an der Fachhochschule Hannover (FH) mit den Schwerpunkten Malerei und Multimedia. Während dessen beschäftigte er sich unter den Professoren Sigrun Jakubaschke, Verena Vernunft und Helen Koriath künstlerisch mit den Schrecken des Balkankrieges. Nachdem er 2004 erstmals wieder seinen Geburtsort besucht hatte,[1] wurde er 2007 mit dem DAAD-Preis „für soziales Engagement“ durch die FH ausgezeichnet, schloss 2007 sein Studium mit dem Diplom und wurde 2008 Meisterschüler bei Vera Vernunft.

Die Gefühls- und Gedankenwelt von Edin Bajrić, seine traumatisierenden Erlebnisse von Flucht und Vertreibung, die Geborgenheiten seiner Kindheit in der Familie – Ambivalenzen zwischen glücklichen und schrecklichen Erinnerungen bestimmen die Arbeiten des Künstlers: Bajrić „arbeitet situativ und autobiographisch: Erst ist die Idee da, dann wird das ideale Medium für die Umsetzung gesucht. Flucht, Wanderung, Neuverortung – Momente der Bewegung“[2] durchziehen das künstlerische Werk, „neben Videofilmen auch Fotoreihen, Malerei, Plastiken, Performances und Installationen“.

Zwei Monate lang haben Besucher die Möglichkeit, seine Werke täglich von 10 bis 18 Uhr in der Privatkapelle zu besichtigen.

Die Reihe "Der dritte Raum" entstammt der Tatsache, dass die Privatkapelle Sigwards der dritte Sakralraum der Gemeinde ist. Dieser bisher ungenutzte Reichtum soll mit der Ausstellungsreihe ins Licht gesetzt werden.

Wort Bild Marke

17.05.2020 Mitgliederversammlung des Freundeskreises

Logo FreundeskreisAm 17.05.2020 um 15:00 Uhr findet wieder die Mitgliederversammlung des Freundeskreises Sigwardskirche statt. Neben des Rechenschaftsberichts des Vorstandes geht es auch um eine Diskussion zu den laufenden Projekten. Mitglieder wie Interessierte sind herzlich willkommen.

XX.06.2019 - XX.08.2019: "Der dritte Raum": Kunstaustellung mit Ahmad Salma in der Privatkapelle

AhmadSalma2019 gibt es sechs Monate lang Kunst in der Privatkapelle zu sehen: Drei Künstler stellen nacheinander eine Auswahl ihrer Werke in der Privatkapelle im Turm der Sigwardskirche aus. Möglich wurde diese Aktion durch die Hanns-Lilje-Stiftung. Als zweiter Künstler kommt Ahmad Salma.

Ahmed Salma wurde in Damaskus/Syrien geboren. Er studierte Modedesign in seiner Heimatstadt und arbeitet seit 2002 als Künstler. Er ist Mitglied der General Union of Palestinian Artists. Seit 2013 lebt er mit seiner Familie in Hannover.

Zwei Monate lang haben Besucher die Möglichkeit, seine Werke täglich von 10 bis 18 Uhr in der Privatkapelle zu besichtigen.

Die Reihe "Der dritte Raum" entstammt der Tatsache, dass die Privatkapelle Sigwards der dritte Sakralraum der Gemeinde ist. Dieser bisher ungenutzte Reichtum soll mit der Ausstellungsreihe ins Licht gesetzt werden.

Wort Bild Marke

13.09.2020 Tag des offenen Denkmals

TdoD LogoDer Tag des offenen Denkmals findet 2019 zum 27. Mal statt. Er steht unter dem Motto „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.“ Was kann ein Denkmal eigentlich alles? Welche Chancen bietet es für unsere Gesellschaft und wo ergeben sich neue Perspektiven auf etwas, das für uns selbstverständlich ist? Ein Denkmal vermag vieles: Ob als Wissensspeicher, Geschichtenerzähler, Hingucker oder sog. „dritter Ort“. Menschen wohnen darin oder arbeiten daran, Handwerk wird in ihm erlernt, angewendet und weitergegeben. Eine weitere Facette gerät dabei nicht selbstverständlich in den Blick: Bewussterer Umgang mit unserem Planeten, unseren Ressourcen und unserem eigenen Handeln – kaum ein anderes Thema ist aktuell so gesellschaftsrelevant wie die Nachhaltigkeit. Längst symbolisiert der Begriff einen Lebensstil. Ausgehend von der Forstwirtschaft prägt er die Politik, die Lebensmittelindustrie, Energie- und Kosmetikbranche und stellt sie vor neue Herausforderungen. Welche Rolle nimmt in dieser Gesellschaftsdebatte die Denkmalpflege ein?


Da dieses Thema zu einem romanischen sakralen Kleinbau passt, öffnet der Freundeskreis Sigwardskirche wieder die Tore. An diesem Tag werden ab 10.00 Uhr zu jeder vollen Stunde Kurzführungen in der Kirche angeboten. Auch die älteste Kirchenglocke Niedersachsens, im Turm der Sigwardskirche, kann dann geführt besichtigt werden. Daneben gibt es Informationen über die erfolgten sowie die noch erforderlichen Arbeiten zum Erhalt der Kirche mit ihren einmaligen Malereien. Erstmals ist in diesem Jahr auch die neue Kirche geöffnet, die mit ihrem Umbau auch für die Umbrücke in der Architektur steht. Für eine kleine Stärkung ist auch gesorgt.

13.09.2020: Musikalische Lesung: Hab. Keine. Angst - Worte an die Nachwelt von Lars Huldén

RussekAm 13.September 2020 gibt es um 17:00 Uhr in der Sigwardskirche eine musikalische Lesung zu unseren letzten geschriebenen Worten … von heiter-besinnlich bis nachdenklich-augenzwinkernd
Was sollte denn im Falle eines Falles (und der tritt bestimmt ein) auf dem eigenen Grabstein (der Urne/dem Lebensbaum) stehen? Schon eine Idee?
Mit Susanne Russek und Phillip JohnBaptist haben sich zwei lebenslustige Musiker zusammengetan, die sich auf ihre ganz eigene Weise diesem besonderen Thema widmen: Unseren letzten geschriebenen Worten. Diese stammen aus der Feder des finnlandschwedischen Schriftstellers Lars Huldén (1926 – 2016), der eine immens große Zahl dieser fiktiven Inschriften bereits in jüngeren Jahren geschrieben hat, mit Augenzwinkern, rätselhaft, versöhnlich, abgrundtief ehrlich, direkt, treffend, aber immer wohlwollend. Da geht es um Todesursachen und darum, wie viele Gespenster eigentlich unter den Lebenden weilen oder auch um die Frage, ob man nicht gleich auf den Friedhof ziehen solle. Es geht um die Liebe, ob man Spuren hinterlässt auf der Erde und dass man doch froh sein solle, noch zu leben.

Nun liegt es in den Händen der beiden Akteure, bei aller Heiterkeit und Leichtigkeit im Umgang mit diesem Thema dennoch nicht die Ernsthaftigkeit aus den Augen zu verlieren. Da wird interagiert, musiziert, da erklingt mal eine Krimimelodie, dann wieder eine Liebesmelodie, da wird der Totengräber-Blues zelebriert oder ein fröhlich gefeiertes Jazzbegräbnis angestimmt. Bekanntes wechselt ab mit Ungewöhnlichem. Und die Farben der Musik ändern sich von der dunkelsten Finsternis in strahlenden Sonnenschein. Am Ende ist man sich einig: „What a Wonderful World!“ Susanne Russek liest eine Auswahl der Texte Huldéns in der deutschen Übersetzung von Ingrid Schellbach-Kopra.
Phillip JohnBaptist mit seiner wunderbar souligen Stimme begleitet und kommentiert am Keyboard, Susanne Russek ist für den Rhythmus zuständig und lässt auch mal das Akkordeon seufzen.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Diese Webseite verwenden Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen. Bitte geben Sie uns dazu Ihre Zustimmung.